Monty Python meets Deep Purple,
Johnny Winter und übermäßige Akkorde

"The Pig Preachers" waren Wanderprediger des Blues, den sie mit den verschiedensten Stilrichtungen populärer Musik vermischten und in ein zeitgemäßes Gewand kleideten. Neben Adaptionen mehr oder weniger bekannter Rock- und Bluesklassiker präsentierten die Musiker eigene Songs, die in der Tradition des Blues zumeist kleine Geschichten aus dem Leben erzählten. Etwa von selbstmörderischen Katzen, erektionsgestörten Bordellbesuchen und amoklaufenden Pfaffen, aber auch sexuellen Strafmaßnahmen bei Parkvergehen und Kneipenflirts mit Transvestiten; nicht zu vergessen Dieter Bohlens Abenteuer bei den Kannibalen und seine wundersame Rettung vor dem Kochtopf. Nicht immer ganz jugendfrei, aber nie zweideutig.

In der klassischen Viererbesetzung (Gitarre, Baß, Gesang, Schlagzeug) zelebrierten "The Pig Preachers" von Herbst 2002 bis Sommer 2008 ein Liveset inklusive Unplugged-Runde, das sowohl Liebhaber anspruchsvoller Rockmusik wie auch Freunde tanzbarer Grooves zufriedenstellte. Langjährige Bühnenerfahrung, instrumentaltechnisches Können und die improvisatorischen Fähigkeiten der Musiker waren ein Garant dafür, daß gute Musik zum günstigen Preis angeboten werden konnte.

Daß es "The Pig Preachers" nicht namentlich in die vordere Liga des Rock und Blues schafften, lag wohl vor allem daran, daß sie mit den angesagten Größen der Szene immer nur nacheinander auf der Bühne gestanden haben und diese auch nicht als Mentoren nennen wollten. Zudem stammte keiner aus den USA, England oder Schweden, keiner war farbig - dem geforderten exotischen und anrüchigen Image wurde die Band mit ihrer Liveshow aber allemal gerecht.